Dr. Berding klagt erfolgreich gegen einen Bauträger auf Einhaltung erhöhter Schallschutzanforderungen im kernsanierten Altbau – BGH weist mit Beschluss vom 15.04.2020 – VII ZR 73/18- die Nichtzulassungsbeschwerde gegen das obsiegende Urteil des OLG Köln 02.03.2018 – 19 U 166/15 zurück.

Unser Mandant erwarb in 2013 von dem beklagten Bauträger eine 129  m² große Eigentumswohnung in einem zu sanierenden Altbau aus dem Baujahr 1900 in Köln zum Preis von – aus heutiger Sicht günstigen – 493.042,64 €. Nach Bezug stellten sich massive Lärmbelästigungen aus der darüber liegenden Wohnung ein. Der Bauträger hatte indes versucht, seine Herstellungsverpflichtung und Gewährleistungshaftung zu beschränken und im notariell beurkundeten Vertrag war vereinbart: „Im Hinblick darauf, dass es sich bei dem Gesamtobjekt und demgemäß bei dem Kaufgegenstand um ein bestehendes Gebäude handelt, werden für die nicht zu verändernde Altbausubstanz alle Rechte und Ansprüche des Käufers wegen Mängeln ausgeschlossen.

Über diese vertragliche Hürde galt es hinwegzukommen. Erst das OLG schloss sich in II. Instanz hiesiger Rechtsauffassung an und verurteilte den Bauträger antragsgemäß, den erhöhten Schallschutz herzustellen. Das nunmehr rechtskräftige und lesenswerte Urteil ist ein wichtiger Baustein für die Beratung von Erwerbern einer zu sanierenden Altbauwohnung. Und das Wichtigste: Unser Mandant ist super happy!

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